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Programm installieren
Der einfachste Weg (empfohlen) — das fertige Installations‑Paket:
- Öffne die Anmeldeseite und trag dich kurz ein — dein persönlicher Download‑Verweis kommt sofort per E‑Mail. Die Datei endet auf
.deb (z. B. rikus-snapshot_1.48_all.deb — die Zahl wechselt mit jeder Fassung).
- Doppelklick auf die heruntergeladene Datei. Es öffnet sich die Paketinstallation von Debian — dort auf „Installieren“ klicken und einmal dein Passwort eingeben. Das war's schon.
- Das Programm steht jetzt im Startmenü unter „Rikus Snapshot“ (mit Kamera‑Symbol). Öffne es einmal — beim allerersten Start meldet es „Ersteinrichtung nötig“ und fragt, ob es die fehlenden Bausteine holen soll. Klicke auf „🔧 Jetzt einrichten“ (kurz warten, Internet nötig, einmal dein Passwort). Wenn „✅ Einrichtung abgeschlossen“ erscheint, kann es losgehen.
Lieber im Terminal? Dieser eine Befehl genügt, und zwar aus jedem Ordner heraus:
sudo apt install ~/Downloads/rikus-snapshot_1.48_all.deb
Auf Rechnern mit eingeschaltetem Nachschub-Lager (backports) den Zusatz -t trixie-backports anhängen — also sudo apt install -t trixie-backports ~/Downloads/rikus-….deb (Dateiname wie oben). Sonst passen zwei Systempakete nicht zusammen und die Installation bricht ab.
Bitte den vollen Dateinamen tippen und nicht rikus-snapshot*.deb mit Stern: Liegen mehrere Fassungen im Ordner, nimmt der Stern womöglich die ältere — die Kommandozeile sortiert 1.9 hinter 1.42. Bitte apt install nehmen, nicht dpkg -i: Nur apt holt fehlende Bausteine von selbst nach.
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Schnappschuss (ISO) erstellen
⚠️Der Ablageort muss auf ext4 liegen. Unter „Ablageort“ legt das Programm nicht nur die fertige ISO ab — es baut sie dort auch zusammen. Dein ganzes System wird dafür erst Datei für Datei in einem Arbeitsordner gesammelt. Das geht nur auf einer Linux‑formatierten Festplatte (ext4), also z. B. einem Ordner auf deiner internen Platte. Auf einem Datenträger mit exFAT oder FAT32 geht es nicht: Die sind ab Werk mit exFAT oder FAT32 formatiert, und darauf lassen sich die symbolischen Verknüpfungen nicht speichern, aus denen ein Linux‑System zu großen Teilen besteht — über 67.000 Stück auf einem normalen Rechner. Das Programm sagt dir das sofort beim Auswählen — sonst liefe der Klon stundenlang ins Leere, ohne dass je eine ISO entsteht.
Die fertige ISO darfst du danach natürlich auf einen Stick kopieren oder mit Punkt 4 draufschreiben — nur gebaut wird sie nicht dort.
Du wählst mit einem Klick, wie viel mitkommt:
- Nur System (root) — ganz nackt, ohne persönliche Einstellungen. Die einzige Wahl ohne persönliche Daten — also die, die du gefahrlos weitergeben kannst.
- System + meine Einstellungen (★ empfohlen) — schlank, aber sofort brauchbar: Schreibtisch, Programme, Mails, Browser, gespeicherte Anmeldungen. Ohne den großen Datenberg (Downloads, Bilder, Videos, Musik, Dokumente).
- System + Home — alles komplett, ein echter 1:1‑Klon mit all deinen Dateien.
Hast du virtuelle Maschinen, erscheint darunter die Zeile „Virtuelle Maschinen mitnehmen“ — angehakt heißt mitnehmen. Nimm den Haken weg, wenn sie draußen bleiben sollen: Das spart schnell 50 GB und mehr. Unter „Für Fortgeschrittene“ kannst du zusätzlich einzelne große Ordner abwählen (Steam‑Spiele, Flatpak‑Programmdaten oder jeden beliebigen Ordner).
🔒Bei den beiden unteren Wahlmöglichkeiten enthält die ISO dein Konto und deine gespeicherten Zugänge. Solche Sticks sicher verwahren und nicht an Fremde weitergeben! Nur „Nur System (root)“ ist frei von persönlichen Daten.
💡Was nie mitkommt: Daten auf anderen Platten — alles unter /media oder /mnt (externe Festplatten, USB‑Sticks, Netzlaufwerke, Cloud‑Ordner). Liegt deine virtuelle Maschine auf einer zweiten Platte, ist sie also nicht im Klon — auch mit gesetztem Haken. Die Einstellungen deines VM‑Programms werden aber mitgeklont: Im Klon startet es und listet die Maschine auf, aber die Festplatten‑Datei dazu fehlt.
- Klicke auf „📸 Schnappschuss jetzt erstellen“.
- Das Programm arbeitet in 3 Schritten mit Fortschrittsbalken: System kopieren (dauert am längsten) → Komprimieren → Startfähige ISO bauen. Gesamtdauer etwa 15–25 Minuten. Du kannst nebenbei weiterarbeiten — selbst beim Schließen des Fensters läuft der Bau weiter.
- Am Ende: „✅ Schnappschuss fertig!“ — die ISO liegt in der Liste „Fertige Abbilder“.
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Änderungen behalten (Persistenz) — dein Debian zum Mitnehmen
Was ist das? Ein normaler Live‑Stick ist wie ein Hotelzimmer, das nach jedem Aufenthalt komplett geräumt wird: Startest du den Stick neu, ist alles wieder wie am Anfang — neue Dateien, ein eingerichtetes WLAN oder geänderte Einstellungen sind dann weg. Mit Persistenz wird daraus dein eigenes Zimmer: Der Stick merkt sich deine Änderungen und hat sie beim nächsten Start wieder da — und das ganz ohne feste Installation auf einer Festplatte.
Wofür ist das gut? So trägst du dein persönliches Debian praktisch in der Hosentasche: an jedem PC einstecken, starten, arbeiten — mit deinen Dateien, Programmen und Einstellungen. Ideal für unterwegs oder um einen fremden Rechner zu benutzen, ohne an dessen Festplatte etwas zu verändern.
ℹ️Brauche ich das überhaupt? Nur, wenn der Stick sich Dinge merken soll. Willst du dein System bloß kurz ausprobieren oder woanders fest installieren, brauchst du keine Persistenz — dann nimm beim Starten einfach den ersten Menüeintrag.
Schritt A — Persistenz einrichten:
- Schreibe die ISO ganz normal auf den Stick (Punkt 4) und kontrolliere sie (Punkt 5).
- Lass den Stick eingesteckt und klicke im Programm auf „💾 Persistenz einrichten“; wähle dann deinen Stick aus.
- Das Programm legt auf dem freien Platz hinter der ISO eine Art „Speicher‑Kiste“ an, in die später deine Änderungen wandern. Deine ISO bleibt dabei unangetastet — es kommt nur etwas hinzu.
- Du wirst gefragt, was gemerkt werden soll: alles (das ganze System) oder nur dein persönlicher Ordner (Dokumente, Bilder, Downloads …). Im Zweifel „alles“.
Schritt B — mit Persistenz starten:
- Rechner mit eingestecktem Stick starten und ins Boot‑Menü gehen (wie in Punkt 6).
- Im Startmenü nicht den ersten Eintrag nehmen, sondern den Eintrag „with persistence, keep changes (RECOMMENDED)“. Das Boot‑Menü ist immer auf Englisch (es kann keine Umlaute darstellen) — „with persistence“ heißt schlicht „mit Persistenz“.
- Jetzt arbeitest du ganz normal. Dein System läuft dabei im Arbeitsspeicher (das ist schnell und schont den Stick) und schreibt alle Änderungen einmal gesammelt beim Herunterfahren zurück auf den Stick.
⚠️Ganz wichtig — richtig herunterfahren! Beende die Sitzung immer über Menü → Ausschalten. Nur dann werden deine Änderungen gespeichert. Ziehst du einfach den Stecker, hältst den Ausschaltknopf gedrückt oder ziehst den Stick zu früh ab, ist die ganze Sitzung verloren — gespeichert wird nämlich erst beim ordentlichen Herunterfahren.
💡Nimm einen schnellen USB‑3‑Stick! Wie lange das Speichern beim Herunterfahren dauert, hängt komplett vom Stick ab. Ein langsamer (oft älterer, USB‑2‑)Stick kann 1–2 Minuten brauchen — bei einem schnellen USB‑3‑Stick oder einer USB‑SSD sind es nur Sekunden. USB‑3 erkennst du oft am blauen Anschluss. Für Persistenz lohnt sich ein guter Stick also wirklich.
🛠️Nur für Fortgeschrittene: Unter „Advanced options“ im Boot‑Menü gibt es zusätzlich »persistence written directly to stick«. Der speichert jede Änderung sofort (statt erst beim Herunterfahren) — auf normalen Sticks ist das aber sehr langsam und nur mit einer schnellen USB‑SSD sinnvoll. Für die meisten ist der empfohlene Eintrag oben die bessere Wahl.
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Häufige Fragen
Kann ich einen USB‑Stick als Ablageort nehmen?
Nur wenn er auf ext4 formatiert ist. Der Ablageort ist zugleich der Bauplatz — dort wird dein System erst Datei für Datei zusammengetragen, bevor daraus die ISO entsteht. Das geht nur auf einer Linux‑formatierten Platte (ext4). USB‑Sticks und externe Platten sind ab Werk exFAT oder FAT32; darauf lassen sich die Verknüpfungen nicht speichern, aus denen Linux besteht. Auf ext4 umformatiert gehen sie sehr wohl — entscheidend ist das Dateisystem, nicht der Anschluss. Das Programm sagt es dir sofort beim Auswählen. Die fertige ISO auf einen Stick zu kopieren ist dagegen völlig in Ordnung.
Wie groß wird die ISO?
Hängt von deinem System ab — meist im Bereich 8–20 GB. Über die Häkchen bei VMs/Steam/Flatpak lässt sie sich verkleinern.
Der Stick startet nicht?
Boot‑Menü‑Taste falsch (F12/F2/F8/Esc probieren) oder Stick neu schreiben und kontrollieren (Punkt 5). Secure Boot muss NICHT ausgeschaltet werden — die ISO ist signiert.
Kann ich das Fenster während des Baus schließen?
Ja. Der Bau läuft im Hintergrund weiter; beim nächsten Öffnen koppelt sich die Anzeige wieder an.
Was ist mit meinen E‑Mails/Passwörtern?
Die sind immer mit dabei — der Schnappschuss ist ein 1:1‑Klon. Genau deshalb: Stick sicher verwahren und nicht an Fremde weitergeben!
Wo finde ich Version und Lizenz?
Oben im Programmfenster auf „ℹ️ Über“ klicken — zeigt Version, Herausgeber und den vollständigen Lizenztext.
Woher kommt die Technik?
Der Großteil ist eigene Technik — die Secure‑Boot‑Kette, die Anpassung des Klons an fremde Hardware, die Persistenz auf dem Stick, die ehrliche Platzvorschau und ein eigens eingerichteter Installer auf Calamares‑Basis. Den ersten Schritt — das laufende System in eine Basis‑ISO einsammeln — übernimmt ein bewährtes Hilfsprogramm, das beim ersten Start automatisch mitkommt.